Grenzen in und an Gewässern

Historisch

Aus historischer Sicht sind Grenzen an Gewässern nicht fest. Das heisst, sobald sich der Fluss / See etwas verändert ist auch die Flurstücksgrenze anders. Das führt/führte dazu das das Liegenschaftskataster zumindest an diesen Stellen permanent unrichtig ist.
Das bedeutet aber auch das es Landgewinner gibt und andere die permanent Land an den Fluss abgeben.

Anliegereigentum

Vom Anliegereigentum wird dann gesprochen wenn die Gewässeranlieger einen Teil des Gewässers besitzen. Dies kann in zwei unterschiedlichen Arten der Fall sein. Zum einen kann sich das Flurstück bis auf das Gewässer selbst erstrecken. Im anderen Fall besitzt das Gewässer ein eingenes Flurstück, welches aber allen Anliegen zu einem idealen Bruchteil gehört.

Sondereigentum

Stichtage

Sachsen hat sich dazu entschieden mit dieser historisch gewachsenen Herangehensweise zu brechen und Bewegungen von Gewässern die nach einem Stichtag geschehen sind nicht mehr zuberücksichtigen.
Bei der Bestimmung von Grenzverläufen an Gewässern sind verschiedene Stichtage maßgeblich.

Befindet sich das Gewässer in einem seperaten Flurstück, sind die grenzen bereits seit 1993 feststehend. Anders sieht es beim gesamten Rest aus (dazu mehr im vorherigen Kapitel), dort ist der Stichtag der 26.06.1998.

Nach aktueller Gesetzeslage

geschrieben von Verm.-Ass. Dipl. Ing. Erik Sefkow am